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Veranstaltungskalender 2026

Ausstellung: DIE UNSICHTBAREN STÄDTE - eine von Italo Calvino inspirierte Kulturreise, 5.-15. Februar 2026

 

Leistungskurs Kunst Q3 der Jacob-Grimm-Schule Kassel unter der Leitung von Maria João Ventura
Es stellen aus: Yesim Aygün, Mia Blume, Luise Blåfield, Lilli Bolte, Hannah Buchhorn, Anna Glau, Medea Gota Borraz, Enie Holzhauer, Amelie Kleinheyer, Mona Knorr, Tristan Kroh, Greta Neumann, Milène Oppermann, Dilara Öztürk, Luisa Schulz, Mila Singer, Rahel Tafere und Lisa Vidakovic

 

Der Titel der Ausstellung „Die unsichtbaren Städte“ geht auf das gleichnamige Buch des italienischen Autors Italo Calvino zurück.


Durch die Verknüpfung der im 13. Jh. historisch verbürgten Asienreise von Marco Polo und einer fiktiven Unterhaltung zwischen dem Reisenden und dem chinesischen Kaiser Kublai Khan be-schreibt Calvino so poetisch wie atmosphärisch aufgeladene Städte, die Marco Polo auf seiner Reise durch das chinesische Reich hätte gesehen haben können.


Aus diesem Buch wurden elf Städte ausgewählt, die 18 Schülerinnen und Schülern künstlerisch bearbeitet haben und nun im Ausstellungsraum zu sehen sind.


Die künstlerischen Arbeiten illustrieren nicht und zeigen weniger einen detailgenauen Transfer der Texte als vielmehr die Atmosphäre und Fantasie, die die Lektüre der jeweiligen Stadt freisetzt. Im Buch sind es Traum verlorene geistige Landschaften, die vor dem inneren Auge des Lesers erscheinen. Wie eben im Traum konzentriert sich die visuelle Umsetzung vielfach auf flüchtige Details. Im Mittelpunkt stehen Städte als Ideen, Erinnerungen und ephemere Konstruktionen, nicht als reale Orte. Die Exponate laden dazu ein, urbanen Raum als Metaphern menschlicher Erfahrung zu lesen und offenbaren, dass ihr eigentliches Wesen oft im Unsichtbaren liegt.


Nicht zuletzt zeigen die Ergebnisse, dass Literatur als Impuls für kreatives Arbeiten fruchtbare Prozesse in Gang zu setzen vermag.


Durch die individuelle Medienwahl sind unterschiedliche Lösungen wie fragile Modelle, zarte Zeichnungen und Skizzen, ein Kinderbuch, Fotografien, Collagen, Lichtobjekte, ein Animationsfilm und zwei Experimentalfilme entstanden, die die freigesetzte Vorstellungskraft durch atmosphärische Interpretationen erfahrbar machen und die poetischen Stadtvisionen in den Ausstellungsraum projizieren.

 

Vernissage Donnerstag, 5. Februar 2026, 19 Uhr
Öffnungszeiten Ausstellung 6.-15. Februar 2026,  Do-So 15-18 Uhr